wie wird ROSEN QUARTIER errichtet?

Die Anlage wird unter anderem mit ca. 40 arbeitslosen Handwerkern, die bisher z.B. Hartz-IV-Empfänger sind, errichtet.

Diese Handwerker und späteren Mieter sind Mitglied des Betreibervereins HzS fL e.V. und stellen ihre Arbeitskraft für durchschnittlich neun Monate lang, zur Verfügung. Sie erhalten für diese Zeit eine Bezahlung, die den Mindestlöhnen entspricht. Ein Teil der Leistungen werden ehrenamtlich für den Verein erbracht.

Warum Langzeitarbeitslose ?

Weil es genau die Menschen sind, die innere Unruhe und Frust empfinden, zum einen weil sie ohne bezahlte Beschäftigung sind, zum anderen weil sie die steigenden Kaltmieten und Nebenkosten ohne Beschäftigung nicht mehr finanzieren können bzw. nicht mehr über SGB II finanziert bekommen. Diese Menschen sind einem dauernden Stress (Depression, mangelndes Selbstwertgefühl, gesellschaftliche Nutzlosigkeit und Untätigkeit) ausgesetzt, der sie im Laufe der Jahre krank und noch unzufriedener macht.

Aber nicht nur die bezahlte Beschäftigung durch den Bau der Anlage sondern der Gedanke ihre „eigenen Wohnungen“ zu errichten und umfangreiche Betreuung zu erhalten, leistet in allen Beschäftigten einen emotionellen Aufschwung in der Wertschätzung der eigenen Person. Außerdem werden sich die heutigen Handwerker und späteren Mieter mit ihrer Wohnanlage stärker verbunden fühlen. Sie haben sie ja schließlich selbst errichtet. Die Wertschätzung und Erhaltung des Selbsterschaffenen ist weitaus höher anzusetzen als das Wohnen in einer Wohnung welche nur aufgrund der finanziellen Möglichkeiten bezogen wurde. Auch dieser Faktor wird für eine erhöhte bauliche Qualität und geringeren Instandhaltungsaufwand bürgen.

Durch eine gezielte Auswahl, derjenigen Bewerber, die entweder dem 1. Arbeitsmarkt noch nicht allzu lang fern sind oder sich durch besonderes Interesse und erhöhten Einsatz auszeichnen und damit eine Vergabe der Wohnung an sie rechtfertigen, wird der Besorgnis, innerhalb der Landstadt Gatow eine soziale „Unterschicht“ zu schaffen, vorgebeugt.

Neben einer einzubindenden Rohbaufirma werden die Arbeitskräfte des HzS fL e,V. über einen vom Verein gestellten Koordinator sowie das mit der Bauleitung beauftragte Architekturbüro auf der Baustelle nach Berufen und Qualifizierung innerhalb eines Zeitüberwachungssystems eingesetzt und angewiesen.

Die Anlage wird in sechs kleine Baufelder unterteilt, die folgende Objekte beinhalten:

Fünf Felder mit je drei Häusern á acht Wohnungen und

ein Feld mit dem Servicecenter sowie den Stellplätzen.

Die 15 Häuser werden sämtlichst nach der gleichen Isometrie errichtet.

Eine vollständige, genehmigungsfähige Planung liegt bereits vor und ist eingereicht worden. Eine Freistellungsgenehmigung ist erteilt worden, mit dem Bau kann begonnen werden.

Neben den 40 Arbeitskräften des HzS fL e.V., stellt die Rohbaufirma weitere Arbeitskräfte. Somit sind über 50 Arbeitskräfte vorhanden, die verteilt auf 6 Baufelder parallel über 15 Monate die Anlage errichten. Pro Mitarbeiter werden mehrere artverwandte Arbeitsleistungen ausgeführt, z.B. Fenstereinbau, Mauern, Zureichtätigkeiten.

So ist gewährleistet dass alle Mitarbeiter/späteren Mieter an der Errichtung der Anlage beteiligt sind.

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